So wählst du das richtige Privatkonto für dich aus

Lange ist es her, als sich das Sparen auf dem Konto noch gelohnt hat. Seit dem 22. Januar 2015 erhebt die Schweizerische Nationalbank (SNB) Negativzinsen auf Girokonten – übrigens nicht zum ersten Mal – in den 1970er Jahre wurden ebenfalls Negativzinsen durch die SNB festgelegt. Diese Massnahme bekommen auch wir Kleinsparer zu spüren. Auf den ersten Blick scheint es, als würden uns die meisten Schweizer Banken noch vor den Negativzinsen bewahren, schaut man genauer hin, ist das Gegenteil der Fall. Zwar gehen diese punkto Zinsen meist nicht unter 0%, verlangen dafür aber umso mehr Gebühren und Transaktionskosten.

Theoretisch könnte man meinen, sollten uns Banken Geld dafür bezahlen, dass wir unser Geld bei ihnen horten. Schweizer Banken müssen nämlich aktuell (Stand 15.02.2020) nur 2.5% unseres Geldes als Reserve halten. Mit den restlichen 97.5% können diese Geld verdienen – bspw. durch die Vergabe von Krediten oder anderen Investments mit Renditeaussichten. Klar, auch für Banken ist es im Negativzinsumfeld schwieriger, das Geld gewinnbringend einzusetzen (da die Erträge bei Krediten wesentlich tiefer sind). Dass der Kunde aber dafür bezahlen muss, wenn er sein Geld der Bank zur Verfügung stellt, macht immer noch wenig Sinn.

Nun der Kunde muss ja nicht dafür bezahlen, denn die meisten Banken verzichten ja auf Negativzinsen.

Wie im ersten Absatz bereits angeschnitten, ist das nur bedingt richtig. Über Gebühren und Transaktionskosten zahlt der Kunde diese Negativzinsen eben doch, einfach indirekt. Schauen wir mal was bei verschiedenen Vermögen die aktuellen Negativzinsen von -0.75% (Stand 15.02.2020) kosten würden:

Vermögen in Fr.Negativzinsen (bei -0.75%) in Fr.Geschätzte Kosten Privatkonto * in Fr.
5’00037.5Von 112.50 bis 326.20
20’000150Von 112.50 bis 326.20
50’000375Von 90.75 bis 298.20
100’000750Von 90.75 bis 260.70 **
* gemäss moneyland.ch (Stand 15.02.2020) die Kostenspanne von Privatkonten – Durchschnittsbenutzer, mit Debitkarte, inkl. der gewährten Zinsen der Bank, 38 Schweizer Banken der Schweiz wurden berücksichtigt
** Ein Privatkonto einer Bank kostet 673.20 – da dies ein extremer Unterschied zu allen anderen ist, habe ich auf die Berücksichtigung verzichtet

Wie in der Tabelle ersichtlich ist, bezahlt man die Negativzinsen vor allem bei kleinen Beträgen auf dem Bankkonto. Teilweise zahlt man sogar drauf, was auch nicht verwunderlich ist, da die Bank in diesen Fällen sehr wenig Geld zur Verfügung hat, um damit Gewinn zu erwirtschaften. Bei höheren Beträgen (ab 20’000Fr.) ist es möglich, den Negativzinsen zu entgehen. Trotzdem nimmt die Kaufkraft des Kundens, infolge Inflation und bestehender Negativrendite, bei allen Lösungen ab, was einem nachdenklich stimmen sollte. Die Kaufkraft des Kunden steigt in keinem Fall, wenn das Geld auf dem Privatkonto liegtim Gegenteil, sie sinkt.

An dieser Stelle möchte ich dich ermutigen, die anfallenden Gebühren und Transaktionskosten deiner Privatkontelösung regelmässig zu überprüfen. Es gibt bereits zwei Schweizer Banken, welche komplett kostenfreie Privatkonenlösungen (inkl. Debit- und Kreditkarte) anbieten.

Welche kostenfreien Privatkonten (es gibt sie tätsäclich) ich verwende, seht ihr hier.

Erster Blogeintrag – und was noch kommt…

Willkommen auf dem ersten Eintrag meines Finanzblogs – ich freue mich auf das Bloggen und ich hoffe ich kann in nächster Zeit viel interessanten Content für euch veröffentlichen :-)!

Über den Sinn und Zweck des Blogs habe ich bereits auf der Startseite des Blogs berichtet. In den folgenden Blogeinträgen widme ich mich voraussichtlich folgenden Themen:

  • Privatkonten im Negativzinsumfeld – wie wähle ich das passende Konto aus?
  • Warum ich passiv investiere und wie ich investiere
  • Umgang mit Fremdwährungen – wie ich versteckte Kosten vermeide
  • Berichte über Finanzprodukten, welche ich verwende

Solltet ihr Themen haben, welche euch besonders interessieren und worüber ich schreiben soll, könnt ihr mir diese gerne über die Kommentarfunktion mitteilen. Natürlich würde ich mich auch sehr freuen, wenn ihr meinen Blog abonniert :-)!